Es ist ein aussergewöhnliches Naturschauspiel dass sich zur Zeit in Versoix am Genfersee abspielt. Temperaturen wie in Alaska und eisige Winde von 30-70 Km/h haben eine Eislandschaft geschaffen, die gleichermassen bezaubernd und bedrohlich ist. Zum Arbeiten mit einer elektronischen Videokamera die schlechtesten Voraussetzungen. Ich habe mich entschlossen, die Sony NEX-FS100 in dieser extremen Situation zu testen. Lange vor Sonnenaufgang begann ich mit den Dreharbeiten, um den vielen Menschen, die täglich dieses Schauspiel bewundern, aus dem Weg zu gehen. Es war stark bewölkt und so kalt, dass ich schon nach wenigen Minuten nur noch in die Wärme zurück wollte.
Um es vorweg zu nehmen; die Kamera hat bei diesen extremen Wetterbedingungen problemlos funktioniert. Ich habe stundenlang damit gearbeitet, ohne dass es zu einer Störung oder einer Fehlfunktion kam. Einzig ein aufgesetztes Fremdobjektiv wollte unter diesen Bedingungen nicht arbeiten. So habe ich alle Bilder mit dem Serienobjektiv gedreht. Das kurze Video „Eiszeit“ zeigt die Bilder, die bei diesem beinahe schattenfreien Licht entstanden sind. Die Bilder habe ich eine Blende überbelichtet und sind nicht nachbearbeitet (Color Graded).
Mein ganz persönliches Fazit;
Die Sony NEX-FS100 ist eine unglaublich wandelbare Systemkamera für ambitionierte Amateurfilmer und eignet sich auch als Einsteigerkameras für Profis, die auch in extremen Situationen gut funktioniert. Alle wichtigen Funktionen und Einstellmöglichkeiten sind über Tasten und Drehräder manuell bedienbar. Zudem können mit einem entsprechenden Adapter Objektive aller grossen Hersteller verwendet werden. Sie schreit förmlich nach hochwertigen, mechanischen Objektiven, die ich auch mit Handschuhen gut bedienen kann. Die serienmässige Sucherlupe ist bei Einsatz auf dem Stativ ein Segen. Von Sony wünsche ich mir eine kürzere Version für den Einsatz als Handkamera und einen überarbeiteten Handgriff mit mehr Funktionen.





















4 Comments
Hallo, Charles,
ich habe die Wintertauglichkeit meiner VG10 im Dezember 2010 getestet, als ich von morgens bis Abend durch Wien spazierte. Die Kamera hat perfekt (ohne Schutz ständig auf dem Neigekopf montiert) funktioniert, lediglich den Akku habe ich – da die angezeigte Laufzeit drastisch zurückging – zwischen den Aufnahmen in der Hosentasche aufbewahrt.
Von draußen rund -15°C rein ins Schmetterlingshaus, teuflische Kondensatbildung, erst nach rund einer Stunde war der Blick wieder klar… und die VG10 lief wie um lauwarmen Sommerwind… und abends auf den Weihnachtsmärkten beeindruckende LowLight-Fähigkeit… das hat Spaß gemacht – trotz klirrender Kälte (und der Film ist auch ganz nett
Gruß aus Nordbaden!
Andreas
Ciao Charles
Beeindruckend was Du wieder (trotz arktischen Bedingungen) hinbekommen hat. Die Bilder sind so realitätsnah, dass man die frostige Kälte der Du ausgesetzt warst förmlich spürt…
Einmal mehr gilt: hinter jeder guten Aufnahme steckt ein Top-Equipment und ein noch besserer Kameramann.
Liebe Grüsse
Marco